Cinema4D Material mit AfterEffects nachbearbeiten ! 

 

Ich fand die Explosionen in Cinema 4D schon immer sehr steril und zu sauber.
Da fehlen vernünftige Schweif-Spuren.
OK, das könnte man mit Partikeln lösen, dich das währe eine super aufwendige, Zeit und Rechenintensive Arbeit.
Mit Compositingsoftware müßte da doch was zu machen sein.
Und nach einigen Rumprobieren habe ich auch einen netten Effekt gefunden

Als Basismaterial braucht ihr eine kleine Explosion.
Für dieses Beispiel habe ich 200 Einzelbilder in 320*240 Pixeln und mit Straigth Alpha (sauberer) im TARGA Format (eindeutig Video) ,als Basismaterial verwendet.
Bei dem Arbeiten mit "Video" (OK, in diesem Beispiel ja nur "mini-video") arbeite ich immer mit Einzelbildern.
Das hat folgende Vorteile:

-  Wenn die Berechnung abbricht (Stromausfall, Putzfrau, Kinder...) kann man an der abgebrochenen Stelle weiterrechnen
    und hat keine Problem mit einer zerstörten Animation.
-  Das Material besitzt noch keine Kompressionsartefakte, kann also ideal für die Weiterverarbeitung genutzt werden!
-  Man kann die Animation in Segmente aufteilen!

Der Nachteil ist natürlich die hohe Datenmenge...

 


OK, aber fangen wir langsam mal mit AfterEffects an (für dieses Tutorial habe ich Version 4.0 verwendet)

Wir importieren die Einzelbilder der Animation (am besten mit Staight Alpha gerendert).
Damit AE. (AfterEffects) uns nicht nur ein Bild, sondern die gesamte Folge importiert, das Kästchen "Targa Sequenz" anklicken!
 


Da AE erkennt, das unser Rohmaterial einen Alphakanal aufweist, aber nicht weiß, ob das ein "straight" Alpha ist,
werden wir gefragt, wie dieser zu importieren ist.
Der Straight Alpha wird "Als direkt behandeln (ohne Matte)" importiert! 
 

Danach erstellen wir die Komposition in der wir arbeiten !
Komposition > NeueKomposition (Strg.+N)
und stellen folgendes ein:
 

Danach ziehen wir die importierte explosion in die Zeitleiste und wenden folgende Effekte an:
Wichtig ist hierbei die Reihenfolge der Effekte!
Dieser Effekt läßt sich AftEffects-intern nur mit verschachtelten Kompositionen verwenden !
 

So, das gibt schon einen ziemlich netten Schweif!
Jetzt wird die importierte Sequenz nochmals auf die Zeitleiste gezogen.
Somit überdecken die Trümmer den jeweiligen Schweif!
 

Hier gibt es die beiden Szenen zum Download: Szenen.zip

Oder eine demo Anim: expl.mov


Nachtrag 2005

Das Tutorial ist jetzt zwar schon 5 Jahre alt, aber immer noch aktuell.
In der Zwischenzeit habe ich es auch etwas verfeinert. Die Gradatinskurven sind noch viel mächtiger und vielfältiger als bis hier beschrieben.
Ich habe mal die Kuven für die einzelnen Kamäle ( rot, grün und blau ) verändert.
Das Ergebniss sieht man im folgenden Bild:

pyro 2005

Damit das funktioniert, muss ein schwarzer Hintergrund hinter den Bilder liegen.

Dann werden die Kurven verändert:
rot: verstärkt, damit schon die schwachen Graustufen rötlich erscheinen.
grün: auch verstärkt, aber leicht nach rechts gezogen. Damit die helleren Stellen auch gelb werden.
blau: den Nullpunkt nach rechts verschieben und die kurver abschwächen. Damit die stärksten Stellen noch weiß bleiben.

Dazu gib es auch noch ein Photoshop Tutorial: Feuer in Photoshop malen.

Hier nochmal die Szene (mit fotage) für AfterEffects: Szene_2005.zip

Viel Spaß damit

Oliver

 
 

Zurück zur Anleitungs Seite

  Hoschies HP
 
 

© 2000 und 2005 Oliver Pietern